Ich bin keiner, der gern Städte besichtigt. Wenn alle sagen: „Da muss man mal gewesen sein“, werde ich sofort vorsichtig und mache lieber einen Bogen um dieses Fleckchen Erde.

Basilica de la Sagrada Familia


Auch in Spanien muss man mit unbeständigem Wetter rechnen – selbst wenn man vor der Reise nicht damit rechnet. „Den Regenmantel lassen wir zu Haus“, lautet eine bekannte Liedzeile. Trotzdem war es wettertechnisch eindeutig besser, die Stadt am Heiligen Abend zu besuchen – und es hat sich gelohnt: Barcelona!

Catedral Barcelona

IIn Spanien wirkt alles ein wenig entspannter auf mich: der Verkehr, die Menschen, einfach alles. Es scheint weniger Stress zu geben. Das spiegelt sich auch in den Straßen und in der Architektur wider. Geräumige Plätze, breite Straßen und Gehwege lassen viel Luft. Bäume und Botanik entlang der Wege und an den Fassaden machen einen gesunden Eindruck. Im Gegensatz zu Avignon ist die Stadt blitzblank und sauber: kein Unkraut auf den Wegen, kein Moos an den Fassaden und kein Müll in den Ecken. Sehr erstaunlich für eine so große Metropole.

Auf dem Weg durch die Stadt gibt es so viel zu sehen und zu bestaunen, dass man kaum Gelegenheit hat, die Auslagen der unzähligen Geschäfte zu betrachten oder gar die Preisschilder genauer in Augenschein zu nehmen. Ich bin von dieser Stadt fasziniert. An einem Tag kann man nur einen kleinen Eindruck gewinnen. Aber in zweieinhalb Monaten bin ich ja wieder hier …