Hoch über der Costa del Sol liegt Mijas Pueblo wie ein weiß getünchter Aussichtsbalkon über dem Mittelmeer. Das Dorf gehört zu den bekanntesten „Pueblos Blancos“ Andalusiens – und ja, es ist touristisch. Aber es hat Charme. Und Ausblicke, die man genießen kann.

Enge Gassen schlängeln sich zwischen blumengeschmückten Häusern hindurch. Immer wieder öffnen sich kleine Plätze mit Cafés, von denen man weit über die Küste bis nach Afrika blicken kann, wenn die Luft klar ist. Besonders eindrucksvoll ist der Mirador del Compás – ein Ort, an dem man automatisch langsamer wird.

Typisch – und nicht unumstritten – sind die sogenannten „Burro-Taxis“, Esel, die einst Arbeitstiere waren und heute zum touristischen Bild gehören. Sie sind Teil der Identität des Ortes, auch wenn man ihnen mit gemischten Gefühlen begegnet.

Kulinarisch lohnt sich ein Glas süßer Vino de Málaga in einer der kleinen Bodegas – am besten zum Sonnenuntergang. Dann färbt sich das Weiß der Häuser goldrosa, und das Dorf wirkt für einen Moment fast zeitlos.

Es ist ein Ort, der die Essenz Andalusiens auf kleinem Raum bündelt: Licht, Weite, Geschichte – und dieses ganz eigene Gefühl zwischen Bergen und Meer.