Den Namen des Ortes La Zubia hatte ich zuvor noch nie gehört – eigentlich wie die meisten Orte, an denen ich auf meiner Reise eine Zwischenstation eingelegt habe. Der Ort liegt nahe bei Granada und verfügt über einen sehr netten Campingplatz aus den 1960er-Jahren, aus einer Zeit also, als Massentourismus noch kein wirklicher Begriff war. Ein kleiner, feiner Platz mit sichtgeschützten Parzellen und Kunstrasen auf jedem Stellplatz. Das war einmal etwas wirklich Gutes.
Die Besucher auf dem Platz sind auffällig international. Einmal standen 9 Wohnmobile in einer Reihe und sie kamen aus 9 europäischen Nationen. Von hier aus lassen sich das nahegelegene Granada und die Alhambra sehr bequem besuchen.





Am 5. Januar 2026 zog ein Umzug aus geschmückten Wagen und Musikkapellen durch die Stadt. Süßigkeiten flogen ins Publikum, Kinder jubelten, Erwachsene standen am Straßenrand – fast wie bei unserem Karneval. Gefeiert wurde jedoch die Cabalgata de Reyes, der Umzug der Heiligen Drei Könige. In Spanien ist dieser Tag für Kinder wichtiger als Heiligabend oder der erste Weihnachtstag bei uns. In der Nacht bringen die Drei Könige die Geschenke, nicht das Christkind oder der Weihnachtsmann.
Der 6. Januar, der Día de los Reyes Magos, ist deshalb ein gesetzlicher Feiertag. Entsprechend blieben am nächsten Tag alle Geschäfte geschlossen – was selbst für Spanien ungewöhnlich wirkt, hier aber vollkommen selbstverständlich ist.




